Letztens besuchte ich auf dem Katholikentag in Münster eine Veranstaltung mit dem Schweizer spirituellen Autor Pierre Stutz. (11.05.2018  9.30 Uhr, Erlöserkirche Münster)

Er sprach über das heikle Thema, wie man die beiden scheinbar gegensätzlichen Pole von christlich gewünschter Feindesliebe und die Selbstliebe, dem gerecht Werden der eigenen Gefühle zusammenbringen kann.

Ich möchte seinen kurzen Impuls mit dem von ihm genannten Satz zusammenfassen:

3 Schritte vorwärts – 2 zurück.

Wir erleben z.B. einen Konflikt, in dem jemand uns verletzt. Da sind wir gut beraten, unsere Gefühle, wie z.B. Verwirrung, Wut, Traurigkeit zu sehen und anzunehmen. Mit einem Herunterschlucken von Schmerz und Wut werden wir uns auf Dauer nicht gerecht und riskieren psychosomatische Beschwerden.

Vielleicht hilft uns eine runde Jogging oder Fahrradfahren, um erstmal Dampf abzulassen.

Oder ein Gespräch mit Freunden?

So können wir erstmal Abstand gewinnen und erster Zorn kann verrauchen.

Bevor wir wieder 1 Schritt vorwärts auf den Anderen zu machen können…

Denn Verstehen (unserer eigenen Reaktionen und den Aktionen des Anderen)
sowie Verständigung sind letztlich doch das, was wir uns wünschen.